Elon Musk Archive

Dotcom-Unternehmer steckt seine Gewinne in eine zuverlässige, billige Rakete

Porträt und Interview von Josh Friedman für die Los Angeles Times, entstanden wenige Monate nach der Gründung von SpaceX. Musk, damals 31, erklärt, warum er 50 Millionen Dollar seines PayPal-Vermögens in einen unerprobten Raketenbauer in El Segundo steckt.

Eines der frühesten Presseporträts von Musk als Raumfahrtunternehmer. Rund 150 Millionen Dollar in eBay-Aktien hatte er erhalten, als der Auktionsriese PayPal übernahm — jene Zahlungsfirma, die er drei Jahre zuvor mitgegründet hatte —, und 50 Millionen davon Space Exploration Technologies zugesagt. Der Artikel beschreibt die Falcon: eine zweistufige, gut 20 Meter lange und 28 Tonnen schwere Rakete, die kleine Nutzlasten für etwa 6 Millionen Dollar pro Flug ins All bringen sollte — weniger als die Hälfte des damals üblichen Preises —, bewusst einfach gehalten, ohne Flügel und mit weniger beweglichen Teilen als die Konkurrenz. SpaceX war damals eine umgebaute Lagerhalle von rund 2.300 Quadratmetern mit offenen Arbeitsplätzen, kostenlosem Cappuccino und einer halbfertigen Rakete in der Werkshalle; Musk hoffte auf einen ersten Flug schon im Dezember. Der Text lässt auch die Zweifler zu Wort kommen, die fragten, ob er ein Visionär der Raumfahrt werde oder nur der jüngste in einer langen Reihe gescheiterter Träumer — nach dem Branchenspruch, man werde im Raketengeschäft am schnellsten Millionär, wenn man als Milliardär anfange.